Staffeleinteilung 2012/2013
Dolphins zukünftig in der 3. Bundesliga Ost OM
Große Umstrukturierungen in der Staffeleinteilung der 3. Bundesliga gibt es zumindest aus Sicht der Rostock Dolphins für die kommende Saison.
Mit etwa 450 km wird dabei die weiteste Fahrt für das Goldschmidt-Team nahezu 100 km länger als bisher, geht es doch in der zukünftigen Ost-Staffel bis zum HCS Neustadt-Sebnitz und damit fast bis an die tschechische Grenze.
Freuen dürfen sich die Rostocker Handballfreunde allerdings auch gleich auf zwei Landesderbys, spielen neben dem RHC in der Staffel Ost doch gleichzeitig auch Zweitligaabsteiger TSG Wismar und Grün Weiß Schwerin.
Der Startschuss in die neue Drittligasaison erfolgt am 15. September, letzter Spieltag ist der 27. April 2013.
Staffeleiteilung 3. Bundesliga Ost:
Rostocker HC
TSG Wismar
Berliner TSC
SV GW Schwerin
MTV 1860 Altlandsberg
FHC Frankfurt II
SV Henstedt-Ulzburg
Buxtehuder SV II
VfL Bad Schwartau
TSV Owschlag
SHV Oschatz
HC Rödertal
HCS Neustadt-Sebnitz
HC Leipzig II
Letztes Wettkampfwochenende des HVMV für Nachwuchsmeisterschaften
E-Jugend des Rostocker HC mit Platz 3 in der Bestenermittlung B. Kordt
Nach der erfolgreichen Qualifikation unserer E I-Jugend des Rostocker HC in einer sehr schweren Vorrundengruppe fand an diesem Wochenende die Bestenermittlung des Landes Mecklenburg-Vorpommern in Pasewalk statt. Dabei belegten unsere Mädchen mit Glück und Können in der Gesamtwertung der Teste und Handballspiele den 3. Platz.
Mit Glück deshalb, weil das Team mit Sara Larine Peters wieder einmal die beste Torhüterin hatte. Serienweise entschärfte sie die Bälle der Gegnerinnen und bewies auch mit präzisen Pässen ihr Talent auf dieser Position. "Ein Glück das wir Sara haben" war sehr oft die euphorische Meinung der mitgereisten Eltern auf der Tribüne.
Aber diese sahen auch eine immer kämpfende Mannschaft, die mit Vivien Schildt und Anna Wolf ihre erfolgreichsten Spielerinnen hatte. Während Vivien wieder einmal mit 15 erzielten Treffern ihre Torgefährlichkeit bewies, war Anna in der Abwehr überragend und versuchte dazu auch, im Angriff die Fäden zu knüpfen. Davon profitierten dann hauptsächlich noch Emily Napiralla und Hanna Strack.
Aber auch alle anderen Spielerinnen bewiesen mit ihren Aktionen, dass diese Mannschaft in den kommenden zwei Jahren eine gute Entwicklung nehmen wird und dann als D-Jugend in Mecklenburg-Vorpommern um eine noch bessere Platzierung kämpfen kann.
Dazu allerdings muss auch jede Spielerin die Athletik und koordinativen Tests noch mehr trainieren, denn da wurde in diesem Jahr der mögliche 2. Platz in diesem Turnier an den Pasewalker HV verloren!
So spielte der Rostocker HC:
Sara Larine Peters - Vivien Schildt (15), Anna Wolf (6), Emily Napieralla (1), Hanna Strack (4), Stine Kahl, Jonna Richter, Melissa Nikodem, Lilly-Marie Schultz, Vivian O'Dell, Hanna Papuga, Riika Klehn
Dolphins lassen Oyten am Ende ziehen
Rostocker HC - TV Oyten 27:31 (12:13) Ulf Luschas
Die Messen in der dritten Liga Nord waren ja bereits vor dem letzten Spieltag am vergangenen Samstag gesungen: Die drei sportlichen Absteiger standen mit Alstertal, Stade sowie Hude/Falkenburg fest, und über die Meisterschaft der Berliner Füchse gab es auch schon längere Zeit nichts mehr zu diskutieren. Zum Saisonausklang trafen die Damen des Rostocker HC auf den Drittplazierten TV Oyten, seines Zeichens Absteiger aus der zweiten Bundesliga. Da die Rostock Dolphins bereits zwei Wochen vorher im Heimspiel gegen den SC Alstertal- Langenhorn das erklärte Saisonziel, den Klassenerhalt perfekt gemacht hatten, galt es für das Team von Trainer Lothar Goldschmidt, sich anständig vom treuen heimischen Publikum für den Sommer zu verabschieden.
Dieser Zielstellung wurden die Rostockerinnen gerecht. Man unterlag zwar den Gästen aus der Bremer Peripherie mit 27:31 (12:13), bot dem Kontrahenten aber ein Spiel auf Augenhöhe und zeichnete auch ein bisschen ein Spiegelbild der Saison. Die "Vampires", trainiert von Sebastian Kohls, selbst nur mit 9 Feldspielerinnen vor Ort, kamen besser in die Partie und führten schnell mit 4:7 (9. Minute). Bereits in dieser frühen Phase zeigte der RHC seinerseits in der Offensive Licht und Schatten. Einigen schönen Angriffen standen Fehler gegenüber, die die Gäste zum Kontern einluden. In der Folgezeit berappelten sich die Dolphins zogen das Tempo etwas an, erhöhten die eigene Konzentration- und verkürzten. Dank guter Torhüter auf beiden Seiten ging man mit einem knappen 12:13 aus Rostocker Sicht in die Halbzeit.
Aus dieser kam die Goldschmidt- Sieben besser. Zunächst wurde ausgeglichen, dann lag man sogar in Führung und hatte Chancen, diese sogar zu erhöhen. Doch der TVO hielt dagegen, nutzte die sich bietenden Möglichkeiten wieder effektiver und ging mit einem 2- Tore- Vorsprung in die Schlussviertelstunde (21:23/ 45. Minute). Angeführt von Lisa Rajes (8 Tore) und Jana Kokot, die sechsmal aus 7 Metern traf, gingen die Gäste auf die Zielgerade des Spiels und der Saison. Die Dolphins, bei denen alle Spielerinnen zum Einsatz kamen, boten, wie die gesamte Saison, eine kämpferische Defensivleistung, ließen aber vorne zu viele Chancen liegen, um den Sieg des TV Oyten wirklich in Gefahr zu bringen. Am Ende stand eine 27:31- Niederlage des Rostocker HC, die das Rostocker Publikum nicht davon abhielt, die Damen für die gezeigten Leistungen und dem erreichten Saisonziel "Klassenerhalt" mit viel Ovationen zu feiern. Mit je 4 Toren waren Lisa Goldschmidt, Victoria Schlegel und Neele Spiekermann erfolgreichste Werferinnen.
"Am Ende ist die Niederlage ein bisschen hoch ausgefallen", meinte Dolphins- Trainer Lothar Goldschmidt nach der Partie. "Wir haben vorne zu viel liegengelassen, das hat sich dann hinten gerächt." Und weiter: "Wir haben heute allen Spielerinnen Einsatzzeit gegeben. Ich freue mich sehr, dass Kati (Katja Wahl/ Anm.) heute nach so langer Verletzungspause ihr Comeback feiern konnte. Sie hat im Spiel beim Abschluss etwas Pech gehabt, sonst hätten heute alle Mädels getroffen", zeigte sich Goldschmidt versöhnlich.
Einig war man sich in den Ausführungen von Gäste- Trainer Sebastian Kohls, der einen "verdienten Sieg" seiner "Rumpftruppe" sah und im Ausblick auf die neue Drittligasaison keinen genauen Tipp abgeben wollte: "Mal gucken, was da noch passiert, wer noch alles nicht meldet. Dem Frauenhandball ist damit kein Gefallen getan", so der "Vampires"- Coach.
Wie immer zum Saisonende standen auch wieder Verabschiedungen auf dem Programm. Mit Maria Wurlitzer und Johanna Brinkies verlassen zwei bundesligaerfahrene Spielerinnen den Verein, denen für ihre Leistungen in den letzten drei Jahren von Mannschaft und Publikum mit einigen Tränen "Auf Wiedersehen" gesagt wurde.
So spielte der Rostocker HC:
A. Klasen, A. Freitag - J. Schlegel (2), S. Kohsmann (1), J. Brinkies (2), C. Schallock (2), I. Duwe (1), L. Goldschmidt (4/1), M. Wurlitzer (2), N. Spiekermann (4), S. Tolksdorf (2), V. Schlegel (4/3)
Pokalturnier der F-Jugend
RHC-Mädchen erreichen guten 3. Platz Anke Lander
Am Sonntag trafen sich 7 kleine Handballerinnen vom RHC in der Sporthalle Marienehe, um sich mit insgesamt 7 anderen Mannschaften beim Pokalturnier zu messen.
Um es schon einmal vorweg zu nehmen, diese Mannschaft musste zu 50 % auf Stammspielerinnen wegen Verletzung und Krankheit verzichten, umso erstaunlicher für alle, dass man so ein tolles Turnier spielte.
Gemeldet hatten die SG SVW/Eintracht I und II, Schwaaner SV I und II, SV Motor Barth, SV Warnemünde, HC Empor Rostock und unser RHC. Wir spielten in unserer Staffel gegen den Schwaaner SV (Mix), SG SVW/Eintracht II und SV Motor Barth (Mix).
Leider hatten unsere Mädchen im ersten Spiel gegen Schwaan noch Ladehemmung und waren bei dem einen Gegentor unkonzentriert. Das Spiel endete mit einem ungewohnten Ergebnis: 1:0 für Schwaan. Im zweiten Spiel wollten es alle besser machen. Eine gute Abwehrarbeit und mit doch schon einigen schönen Angriffszügen hatte man in diesem Spiel von Beginn an die Nase vorn. Am Ende besiegten wir Eintracht Rostock II mit 5:2 Toren. In ihrem letzten Vorrunden spiel traf man auf Barth. In diesem Spiel war besonders der unbedingte Siegeswillen zu erkennen und alle konnten sich über einen 7:2 Sieg freuen. Durch das bessere Torverhältnis gegenüber Schwaan sicherten wir uns gar den 1. Platz in der Vorrundengruppe. Laut Spielplan wollte man es, dass in diesem Turnier noch Halbfinals ausgespielt wurden und so auf den Tabellenzweiten, HC Empor Rostock, spielte. Von Beginn an war eigentlich klar wer hier am Ende als Sieger vom Platz gehen würde, aber das man mit einem 0:4 und einigen Blessuren vom Platz ging, war sensationell. Dazu muss gesagt werden, dass diese Mannschaft schon sehr guten Handball spielt und eben nur aus Jungen besteht. Damit stand fest, dass wir im kleinen Finale abermals gegen Eintracht Rostock II um Platz 3 spielten. Es war allen noch ein wenig das vorrangegangene Spiel anzumerken, aber wir wollten gewinnen. Gemeinsam freuten wir uns dann über den 3: 1 Sieg und konnten so unsere Leistung an diesem Tag mit dem 3. Platz belohnen.
Ein dickes Lob hiermit an Kim, die erst seit einigen Wochen überhaupt trainiert und eine hervorragende Abwehrarbeit leistete. Ein noch dickeres Lob bekommen Lea und Emily für die am gesamten Tag geleistete Laufbereitschaft in Abwehr und Angriff, wobei sie immer wieder versuchten auch die anderen Spielerinnen Jule, Rasan und Zoe einzubeziehen. Und wen dürfen wir auf keinen Fall vergessen? Alina, unsere Torhüterin, die sich von Spiel zu Spiel steigern konnte und somit erheblichen Anteil an diesem schönen Erfolg der Mannschaft beitrug.
Ein wieder gut von Herrn Schumacher geleitetes Turnier ging dann nach der Siegerehrung mit einem von allen Kindern gemachtes Foto zu Ende.
Bilder vom Pokalturnier der F-Jugend befinden sich im Album.
So spielte der Rostocker HC:
Alina - Lea, Emily, Jule, Kim, Rasan, Zoe
Dolphins "verschludern" zu viel im Derby
SV Grün Weiß Schwerin - Rostocker HC 29:24 (11:11) Ulf Luschas
Zum Ende des Mecklenburg- Derbys am vergangenen Samstag zeigten sich die Damen des Rostocker HC als angenehme Gäste. Hatte das Team von Trainer Lothar Goldschmidt beim SV Grün- Weiß Schwerin den Großteil der Partie ausgeglichen gestaltet und Mitte der zweiten Halbzeit sogar noch in Führung gelegen, verzichtete man leider zum Spielende auf übertriebene Bemühungen, dem Aufsteiger aus der Landeshauptstadt das Saisonhalali in eigener Halle zu verderben. So konnten die grün- weißen Schwerinerinnen einen 29:24 (11:11)- Erfolg feiern, der allerdings höher als der Spielverlauf ausgesagt hätte ausfiel.
Die Goldschmidt- Sieben musste in zwar in diesem Spiel auf Katrin Horke und Susann Tolksdorf verzichten, hatte aber in Svea Pinkohs wieder Unterstützung für den rechten Rückraum im Gepäck und kam besser in die Partie. Doch handelte es sich hier nur um leichte Vorteile auf niedrigem Niveau. Spürbar war die Nervosität auf beiden Seiten, die sich durch Fehlabspiele und –würfe zeigte. Es entwickelte sich eine ausgeglichene und von der Spannung lebende Partie, in der der RHC es versäumte, seine zahlreichen Chancen wenigstens anteilig zu nutzen. Auch die Gastgeberinnen vom SV Grün Weiß bekleckerten sich im Positionsangriff nicht mit Ruhm, waren aber per Gegenstoß immer wieder gefährlich. So ging man mit einem 11:11- Unentschieden in die Kabine.
Wie schon in Halbzeit 1 kam die Mannschaft aus der Hansestadt auch nach dem Seitenwechsel besser in die Partie. Doch erneut verstanden es die Dolphins nicht, bei den sommerlichen Temperaturen in der Halle des Fridericianums einen kühlen Kopf zu bewahren. Zu viele Chancen wurden von den Rostockerinnen einfach "verschludert", wie ihr Trainer nach dem Spiel formulierte. Hinzu kamen einige RHC- Zeitstrafen und der Schweriner Torhüterwechsel von Noémi Nábelek auf Anna- Carina Pöschel in der 38. Minute: Grün- Weiß kam zurück. Zwar war der Rostock HC in der 43. Minute mit 19:18 in Führung, aber leider das letzte Mal in dieser Partie. Haarsträubende Fehler im Aufbau und Abschluss führten immer wieder zu Kontern, die die gastgebenden Damen von Andreas Bartlau vermehrt nutzten. Als Wendy Künzel, mit 9 Toren erfolgreichste Werferin der Landeshauptstädterinnen, dann auch noch begann, per Schlagwurf aus dem Rückraum zu treffen, war es um die Rostock Dolphins geschehen. Am Ende mussten sie sich, etwas zu hoch, mit 24:29 geschlagen geben.
"Wir haben hier mit Sicherheit kein schönes Spiel gesehen", sagte Andreas Bartlau nach der Partie. "Meine Mannschaft hat heute auf der Torhüterseite gut und wohl auch ein bisschen besser als Rostock ausgesehen", so der Schweriner Trainer weiter. Auch er war der Ansicht, dass sein Team "mit den Chancen geschludert" hat, und machte gemeinsam mit seinem Kollegen Lothar Goldschmidt auf Rostocker Seite diese Vokabel zum geflügelten Wort des Mecklenburg- Derbys. "Insgesamt ist es wichtig und schön, dass beide Mannschaften den Klassenerhalt geschafft haben und wir auch nächstes Jahr zwei solche Spiele vor so einer Kulisse bestreiten können", stellte Bartlau klar und verfiel auch noch, ein wenig dem Trubel nach Spielende geschuldet, in Euphorie: "Wir wollen hier in Schwerin etwas aufbauen. Vielleicht können wir in zwei bis drei Jahren einmal über das Thema 2. Bundesliga nachdenken."
Dolphins- Trainer Goldschmidt gratulierte dem SV Grün- Weiß zunächst nach der Partie, stellt aber noch (s)eine mathematische Betrachtung der Situation dar: "Herzlichen Glückwunsch an Schwerin. Sie haben hier verdient gewonnen, weil wir die freien Dinger nicht reingemacht haben. Wenn man natürlich Hin- und Rückspiel betrachtet, haben wir ja mit einem Tor gewonnen (das Hinspiel in Rostock endete 36:30 für den RHC/ Anm.)", so der 46jährige Rostocker Übungsleiter mit einem Grinsen. Zugleich wurde er aber auch wieder Ernst: "Wir haben in der 1. Halbzeit zu statisch agiert und die Chancen nicht genutzt. Ich bin froh, dass wir den Klassenerhalt bereits vor dem Spiel sicher hatten".
Zum Saisonabschluss am kommenden Samstag treffen seine Delfine auf den Zweitligaabsteiger TV Oyten. Im Hinspiel am dritten Advent setzte es auswärts eine 31:40- Niederlage. Neben einem schönen Saisonausklang soll also auch noch Wiedergutmachung betrieben werden. Anwurf ist in der Scandlines-Arena um 17.00 Uhr.
So spielte der Rostocker HC:
A. Klasen, A. Freitag - S. Topp (3), N. Reimer (3), J. Schlegel (2), J. Brinkies (1), C. Schallock, I. Duwe (1), L. Goldschmidt (3/3), M. Wurlitzer (5), J. Deinert, S. Pinkohs (5), N. Spiekermann (1), V. Schlegel
14. Saisonsieg zum 3. Platz
Rostocker HC II - MTV Altlandsberg II 31:28 (16:13) Heike Puls
Es ist vollbracht, mit einem 31:28 (16:13) gegen Altlandsberg II beenden die Damen des Rostocker HC II die Saison auf einem hervorragenden 3. Platz. Dabei sahen die Zuschauer ein rasantes Spiel, das abwehrtechnisch eher untergeordnet absolviert wurde. Die Gäste, wie angekündigt mit einem kleinen, aber feinem Kader angereist, hatten einfach Spaß und spielten ohne Druck, imponierend und mit technischen Kabinettstückchen versehen, mit. Die Rostockerinnen, die natürlich das letzte Spiel von Viola Regahl siegreich gestalten wollten, verkrampften doch einige Male. Mehrmals war man mit 5-6 Toren vorn, konnte aber nie wirklich Ruhe ins Spiel bringen. Am Ende wurde es nochmal richtig eng, aber mit ein bisschen Glück reichte es zum Sieg. Die Mannschaft und ihre Trainer konnten mit sich, einigen Sponsoren und den Fans feiern.
Eine denkwürdige Saison geht zu Ende.
Erinnern wir uns: Vor 3 Jahren kam die Truppe größtenteils neu zusammen. Der Start in der MV-Liga mit dem Ziel einer vorderen Platzierung mündete im Landesmeistertitel und dem Aufstieg in die neue Ostsee-Spree-Oberliga. Ein neues Abenteuer begann. Weite Fahrten, mehr Trainingsaufwand und die Frage, wo würde man stehen? Die Mannschaft wuchs mit ihren Aufgaben. Platz 4 war am Ende ein gelungener Einstand, sportlich war man in der "richtigen" Liga angekommen. Dann die Frage, ob man es finanziell ein weiteres Jahr packen könnte. Wir konnten, weil mit viel Engagement und der Hilfe vieler Sponsoren, die uns "einfach gut" fanden, das nötige Kleingeld gesammelt werden konnte. Unser Dank dafür kann gar nicht groß genug sein. Und gelohnt hat es sich auch noch, Platz 3 wurde mit selbstgebastelten Medaillen ausgiebig gefeiert.
Immer dabei: Viola Regahl, die studientechnisch vor Jahren ihre Zelte in Rostock aufgestellt hatte. Nun ist diese Zeit vorbei. Uns verlässt eine immer zuverlässige, starke Persönlichkeit, die sowohl sportlich als auch menschlich eine Lücke hinterlassen wird. Ein paar Tränen sind geflossen, aber Viola, denk immer an deine schönen Zeiten in Rostock. Für dich beginnt ein neuer Lebensabschnitt und du weißt: Niemals geht man so ganz...
Auch die nächste Saison möchte die Mannschaft in der Ostsee-Spree-Oberliga bestreiten. Sportlich sowieso qualifiziert, geht es nun wieder ums Geld. Der Anfang ist gemacht, einige Zusagen liegen bereits vor. Sollte jemand auf uns aufmerksam werden und eine richtig "geile" Truppe kennenlernen und unterstützen wollen, nur zu. Wir freuen uns auf Sie.
Vorrunde Landesmeisterschaft der D-Jugend
Qualifikation knapp verpasst Bärbel Kordt
Zum Saisonhöhepunkt der D-Jugend wurde am Sonntag das Qualifikationsturnier um die Landesmeisterschaft in der Sporthalle Groß-Klein gespielt. Unsere Mannschaft musste sich gegen die Teams von SG SVW/Eintracht Rostock I und II, gegen den Stralsunder HV, SV Fortuna Neubrandenburg und SV Grün Weiß Schwerin durchsetzen und mindestens den 3. Platz belegen, um für die Endrunde qualifiziert zu sein. In der ersten Begegnung gegen Fortuna Neubrandenburg gelang dabei ein Blitzstart. Bei einer Spielzeit von 1x15 Minuten stand unsere Deckung so offensiv, dass sehr viele Abspielfehler provoziert wurden. Diese konnten dann meist erfolgreich im Konter zum eigenen Torerfolg genutzt werden. So erspielte sich die Mannschaft mit einem 16:3 gleich die ersten Pluspunkte. Im zweiten Spiel gegen den Stralsunder HV gingen wir wieder sehr offensiv in die Begegnung. Um dieses Spiel ebenso erfolgreich zu beenden, fehlte es aber am Ende an der Torwurfeffektivität. Leider konnten ein Strafwurf und zum Ende auch mancher Fernwurf und Konter nicht verwandelt werden und so ging das Spiel leider mit 6:8 verloren. Doch die Mädchen steckten das Ergebnis schnell weg und die folgenden Spiele gegen Mannschaften aus der eigenen Kreisunion hatten ihre ganz eigenen Ziele. Die SG II trat mit einer Mannschaft an, die so noch keine Wettkämpfe bestritten hatten. Konnten wir bisher immer gegen die Mannschaft der SG III im Punktspielbetrieb gewinnen, so haben wir in der Pokalrunde jedoch klar verloren und gegen das Team der SG I war noch nie ein Sieg gelungen. Also konnte man von einem sehr starken Gegner ausgehen und ein spannendes Spiel erwarten. Spannend war es dann allerdings nur für die zahlreich anwesenden Eltern unserer Mannschaft. Sehr offensiv deckend waren wir den Spielerinnen der SG II spielerisch und athletisch überlegen und konnten dies mit dem Endergebnis von 16:4 unterstreichen. Durch den Vergleich zu den die bisherigen Ergebnisse in den Punktspielen war hiermit eine deutliche sportliche Entwicklung unserer Mannschaft bewiesen. Auch in dem anschließenden Spiel gegen die 1. Mannschaft der SG ging es für uns erfolgreich weiter. Ein Konter nach dem anderen wurde gelaufen. Enorm, mit welcher kämpferischen Einstellung sich alle gegen die vor allem körperlich überlegenden Mädchen der SG I die Bälle in der Abwehr eroberten. So führten wir praktisch im gesamten Spielverlauf mit einem Tor, schafften es aber nicht in den letzten Minuten freistehend einen Zwei-Tore-Abstand zu erzielen. Durch einen verwandelten Strafwurf 30 Sekunden vor dem Ende mussten wir den Ausgleich hinnehmen. Damit fehlte uns dieser eine Punkt, um am Ende den 3. Platz in der Qualifikation zu belegen. In den nachfolgenden Spielen der anderen Mannschaften erhielten wir durch überraschende Ergebnisse auch keine "Schützenhilfe" mehr und so blieb nur noch, die Favoritenmannschaft aus Schwerin zu besiegen. Schwerin war bislang ungeschlagen. Die Mannschaft spielte durchgehend mit dem älteren Jahrgang, hatten schon in der Landesoberliga des HVMV mitgespielt und verfügte damit über die meisten spielerischen Möglichkeiten. Also ein Spiel David gegen Goliath. Aber auch wenn die Schwerinerinnen immer in Führung lagen, unsere Mannschaft holte kämpferisch alles aus sich heraus, stemmte sich mit allen Mitteln gegen eine Niederlage und hatte beim Spielstand von 5:6 sogar die Chance zum Ausgleich. Eine Sensation lag in der Luft aber leider waren am Ende drei Unaufmerksamkeiten in unserer Deckung für die Schwerinerinnen genug, um auf 5:9 davon zu ziehen. Nun besaßen wir nicht mehr die Zeit und Kraft um den Rückstand wett zu machen.
Fazit: Ein tolles Team aus dem die Torhüterin Jennifer Kutschera und Antonia Fränk noch heraus ragten. "Toni" gehörte als Spielerin des Jahrgangs 2000 noch zum jungen Jahrgang und zeigte wieder einmal ihr großes Talent für diese Sportart. Sie gewann zudem auch noch die Gesamtwertung der Teste. Dies ist Ergebnis einer immer vorbildlichen Trainingseinstellung und der Ausbildung in der Sportklassenförderung. Man darf gespannt sein wie sich diese Mannschaft des Jahrgangs 2000 weiter entwickeln wird. Sie gehört von ihren Voraussetzungen her zu den Spitzenmannschaften des RHC und wird eine erfolgreiche, leistungsorientierte Entwicklung verfolgen können.
Auch allen Eltern für die gute Zusammenarbeit in dieser Saison vielen Dank.
So spielte der Rostocker HC:
Jennifer Kutschera - Antonia Fränk, Liza Johannisson, Elisabeth von der Ahe, Sarah Müller, Hannah Wilcken, Marie-Christin Hamann, Alexandra Rohde, Josephine Krebs, Juliane Prüß