Frauenteams des Rostocker HC beenden die Saison 2012/13
Die Trainer Heike Puls und Lothar Goldschmidt im Gespräch
Am vergangenen Sonnabend ging auch für das letzte der Frauenteams des Rostocker HC die Punktspielsaison zu Ende. Hatte die dritte Mannschaft in der Verbandsliga den Spielbetrieb bereits Ende März als Tabellenachter abgeschlossen, so folgte nun die zweite Mannschaft dem Bundesligateam, das eine Woche zuvor das letzte Spiel bestritt, in die Sommerpause. Die Mannschaft von Trainerin Heike Puls und dem Mannschaftsverantwortlichen Norbert Werth musste sich im letzten Heimspiel dem Oberligameister SV '63 Brandenburg-West 32:34 geschlagen geben und belegte im Schlussklassement den sechsten Tabellenplatz. Auch die erste Mannschaft musste mit einer Niederlage den Schlussstrich unter die Drittligasaison ziehen. Mit 23:29 verloren die Damen von Trainer Lothar Goldschmidt beim Berliner TSC, sicherten aber bereits vorzeitig als Elfter das Ziel Klassenerhalt.
Im Gespräch an diesem lauen Frühlingsabend in der Langen Straße ziehen Heike Puls und Lothar Goldschmidt ein Fazit der nun vergangenen Spielzeit 2012/13 und geben einen Ausblick auf sowie einen Einblick in die Planungen für die kommende Saison.
Heike, die Saison in der Ostsee- Spree- Liga ist zu Ende. Am Ende belegst Du mit Deiner Mannschaft den sechsten Platz in der Tabelle. Bist Du zufrieden?
HEIKE PULS: Gefühlt ist der sechste Platz so ein Mittelding: So richtig zufrieden sind wir mit der Platzierung nicht. Wir haben einfach unnötig Punkte bei Mannschaften, wie Altlandsberg II oder bei den Preußen (Berlin), liegengelassen. Nach solchen Niederlagen mit nur einem Tor fehlen dir am Ende nicht nur die Punkte, es ist auch einfach ärgerlich, weil man ja eigentlich einplant, dort etwas mitzunehmen. Auf der anderen Seite ist die Liga im Vergleich zu den vergangenen Jahren ausgeglichener geworden. Wenn man einmal von Spandau und Brandenburg absieht, gegen die Niederlagen vergleichsweise normal erscheinen, ist das Mittelfeld in dieser Oberliga sehr breit. Von daher kann ich mit Platz 6 dann doch leben.
Du sprichst das Niveau der Liga an. Als wie groß beurteilst Du den Unterschied zwischen der Ostsee-Spree- und der dritten Liga?
PULS: Es gibt ja immer wieder Stimmen, die den Unterschied zwischen beiden Ligen als nicht so groß erkennen wollen. Für mich ist der Unterschied am Beispiel von Frankfurt gut zu verdeutlichen. Sie sind als souveräner Oberligameister aufgestiegen und haben in dieser Saison in der dritten Liga nur den vorletzten Platz belegt. Damit ist der große Sprung zwischen beiden Spielklassen eigentlich hinreichend deutlich gemacht.
Wenn wir schon über die dritte Liga sprechen, sind wir auch schon bei Dir und Deinen Dolphins, Lothar. In der Oststaffel habt Ihr, drei Spiele vor dem Ende, den Klassenerhalt perfekt gemacht. Wie ist Dein Fazit der Saison?
LOTHAR GOLDSCHMIDT: Unsere Saison ist so gelaufen, wie es nach den vielen Abgängen zum Ende der letzten zu erwarten war. Wir sind mit dem Heimsieg gegen Altlandsberg gut gestartet. Dieser Sieg wurde aber in der öffentlichen Wahrnehmung zu hoch bewertet. Vom Papier haben wir gegen einen Zweitligaabsteiger gewonnen, aber der Kader war mit dem aus der Vorsaison ja nicht mehr zu vergleichen. Anschließend hatten wir mit einem extremen Verletzungspech zu kämpfen. Durch den ständigen Umbau war es für uns sehr schwierig, die Spiele erfolgreich zu gestalten. Am Ende haben wir gegen unsere direkten Konkurrenten nur einen Punkt (beim Frankfurter HC II /Anm.) abgegeben. So bin ich insgesamt zufrieden, auch wenn es am Ende knapper als erhofft zugegangen ist.
Wie beurteilst Du denn insgesamt die Entwicklung, die Deine Mannschaft während der letzten Monate genommen hat?
GOLDSCHMIDT: Wie gesagt, wir haben eine gute Vorbereitung gemacht und waren gut drauf. Das haben wir im ersten Ligaspiel unter Beweis gestellt. Die Abgänge wurden gut kompensiert, die Mädels haben aggressiv verteidigt und vorne getroffen. Mit der anschließenden Verletztenmisere wurde es für uns problematischer. In diesen engen Phasen müssen wir uns ausdrücklich für die Hilfe aus der zweiten Mannschaft bedanken, die immer wieder bei uns ausgeholfen hat. Ich denke aber auch, dass wir im weiteren Saisonverlauf bewiesen haben, dass wir durchaus ordentlich mithalten können. Diese Erfahrung ist für meine Mannschaft sehr wichtig: Wenn alles hundertprozentig klappt, können wir jeden Gegner vor Probleme stellen. Und ganz ehrlich, die Mädels sind so jung, da ist noch viel machbar. Zum Saisonende war ein wenig die Luft raus, aber die direkte Konkurrenz haben wir distanziert.
Mit 728 Gegentoren hat der RHC die meisten in der Liga kassiert. Wo liegen die Gründe für diese hohe Zahl?
GOLDSCHMIDT: Auch hier ist das eine Frage der Kontinuität. Es ist ungeheuer wichtig, dass eine Abwehr eingespielt ist. Wir haben einige Formationen trainiert, um auf die verschiedenen Gegner reagieren zu können. Wenn Du dann aber in jeder Partie aufgrund von Verletzungen einen neuen Mittelblock aufstellen musst, ist es doch klar, dass das nicht reibungslos funktioniert.
PULS: Letztendlich ist es ja auch egal, wie viele Gegentore Du bekommst. Am Ende sind die Punkte, die Du holst, entscheidend.
Mit dem HC Rödertal hat ein Aufsteiger den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga geschafft. Wie siehst Du die Mannschaft aus Sachsen?
GOLDSCHMIDT: Mit Rödertal hat das Team mit dem erfahrensten und ausgewogensten Kader die Liga gewonnen. Bis auf ein paar kleine Ausrutscher war das schon sehr beeindruckend. Sie sind ein verdienter Meister. Bei den Voraussetzungen, die beim HCR gegeben sind, traue ich ihnen den Klassenerhalt in der 2. Liga zu, sofern es der finanzielle Rahmen zulässt.
Der RHC beendete die Saison hinter den beiden anderen Mannschaften aus Mecklenburg-Vorpommern. Alle vier Derbys gingen verloren... (während Lothar Goldschmidt überlegt, antwortet Heike PULS): Es geht da ja nicht um die MV- Meisterschaft. Wenn Du MV- Meister werden willst, dann musst Du auch MV- Liga (5. Liga) spielen...
GOLDSCHMIDT: Natürlich haben diese Derbys einen gewissen Stellenwert. Unsere Motivation war, wie in jedem Spiel, auch dort klar erkennbar. Man muss aber auch anmerken, dass die Voraussetzungen und Zielstellungen in Wismar und Schwerin andere als bei uns sind. Da muss man die Kirche auch mal im Dorf lassen. Die Mädels reisen ohne eine Aufwandsentschädigung durch die Weltgeschichte und trainieren viermal die Woche. Da kann man die Leistung in Training und Spiel gar nicht genug wertschätzen. Und vielleicht gelingt uns dann im nächsten Jahr ja dann mal wieder das eine oder andere Achtungszeichen...
Du sprichst die neue Saison an. Wie sehen denn die Planungen für das kommende Jahr aus?
GOLDSCHMIDT: Gemeinsam mit dem Vorstand hat es in den vergangenen Wochen eine ausführliche sportliche und auch wirtschaftliche Analyse gegeben. Dabei sind wir uns einig gewesen, dass wir die erste Frauenmannschaft noch mehr stärken müssen.
PULS: Daraufhin haben wir, also die zweite Frauenmannschaft, uns, nach Rücksprache mit allen Beteiligten, entschlossen, in der kommenden Saison die erste Mannschaft zu unterstützen.
Das bedeutet, dass es keine Meldung für die Ostsee-Spree-Liga im kommenden Jahr geben wird?
PULS: Ja, das ist korrekt. Wir werden die erste Mannschaft für die dritte Bundesliga und eine zweite Mannschaft in der Verbandsliga melden.
GOLDSCHMIDT: Dazu wollen wir uns als Verein für die neustrukturierte A-Jugend-Bundesliga qualifizieren und zusätzlich als A-Jugend in der Ostsee-Spree-Liga melden.
Wo liegen die Gründe für diesen Schritt? Was versprecht ihr Euch von der neuen Struktur?
GOLDSCHMIDT: Mit dem Karriereende von Horki (Katrin Horke /Anm.) und dem Wechsel von Nele (Reimer /Anm.) nach Leipzig standen wir in der ersten Mannschaft erst einmal ohne linken Rückraum da. Das war unser Stand, bevor wir uns zu den angesprochenen Gesprächen zusammensetzten.
PULS: Es war eine klare sportliche Entscheidung, die Bundesligamannschaft im kommenden Jahr zu verstärken. Zunächst einmal werden wir einen viel größeren Kader haben. Das wird durch den entstehenden Konkurrenzkampf einen ordentlichen Schub geben, von dem alle Spielerinnen profitieren werden.
GOLDSCHMIDT: Die Neuformation wird alle in jeglicher Hinsicht voranbringen. Tipps und Erfahrungen werden mit Sicherheit weitergegeben und ausgetauscht. Das wird uns in Offensive und Defensive, im gesamten Spielverhalten helfen. Mit dem Teamgeist als Pfund müssen wir in der neuen Saison auf jeden Fall wuchern.
PULS: Endgültigen Aufschluss wird natürlich die Vorbereitung geben, wie, was und wo geschehen wird. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Mannschaften war ja schon im vergangenen Jahr sehr gut. Sie hat sich super entwickelt und ist immer enger geworden. Das fängt bei den gemeinsamen Trainingseinheiten an und geht über die Berlinfahrt (beide Teams in einem Bus /Anm.) bis zu diesem Plakat der ersten Mannschaft, welches sie nach unserem letzten Spiel hochhielten. Da stand zu lesen: "Herzlich Willkommen in der ersten Mannschaft". Das war der I- Punkt auf diese Entwicklung.
Über Horki und Nele haben wir bereits gesprochen. Wird es weitere Abgänge geben? Und wie sieht es mit Neuzugängen aus?
GOLDSCHMIDT: Roxy Quester und Franziska Steffen sind ja noch für die A- Jugend spielberechtigt und werden im kommenden Jahr vorrangig dort zum Einsatz kommen. Externe Zugänge sind bis dato nicht zu vermelden, allerdings gibt es ja reichlich Zuwachs aus der jetzigen Zweiten... (lacht)
PULS: ...und die sind alle ablösefrei! (grinst ebenfalls) Aus der Mannschaft der vergangenen Saison werden uns Katrin Wahl, Ines von der Heyden, Judith Eschenburg und Jenny Birnbaum verlassen. Es wird in den kommenden Tagen eine Zusammenführung geben, und zum Trainingsstart Ende Juli werden wir dann sehen, wie der Kader schlussendlich aussehen wird.
Ihr werdet also gemeinsam die neuformierte Mannschaft betreuen? Wie wird denn die Aufgabenverteilung sein?
PULS: Also ich werde zum Auftakt erst mal drei Wochen in den Urlaub fahren, und Lothar kann das Konditionstraining übernehmen...
GOLDSCHMIDT: ...dann ist auch gleich klar, wer den Part des bösen Trainers übernehmen wird...
PULS: Nein, Spaß beiseite. Wir haben noch nicht alles detailliert besprochen, das Saisonende ist ja gerade mal ein paar Tage her. Da werden wir in den nächsten Tagen und Wochen noch konkreter. Ich muss aber deutlich sagen: Ich arbeite viel lieber im Team, habe auch in so gut wie allen vorherigen Mannschaften nie alleine gearbeitet. Die Trainer müssen eine geschlossene Einheit bilden. Da darf kein Blatt zwischen passen. Natürlich muss man diskutieren können, aber am Ende wird mit einer Stimme gesprochen. Da brauchst Du nach außen einen Chef, das wird Lothar sein. Ich gehe als Trainerin der jetzigen zweiten Mannschaft gemeinsam mit meinen Spielerinnen diesen Weg. Da habe ich natürlich auch eine begleitende Funktion.
GOLDSCHMIDT: "Pulsing" ist eine wunderbare fachliche Ergänzung. Ich meine, in unseren Gesprächen eine gemeinsame Wellenlänge erkannt zu haben. Mir ist immer die Kommunikation mit den Partnern und Kollegen wichtig gewesen. Ich bin ja schließlich kein Diktator! Jeder von uns hat seine eigenen Erfahrungen gemacht. Dadurch resultieren doch dann automatisch neue Ideen. Das gibt der gesamten Arbeit neue Impulse. Als Trainer sind wir, wie unsere Mädels, ja auch berufstätig. Okay, einige von ihnen studieren oder machen ihre schulische Ausbildung. Fakt ist doch aber, dass das alles nur im Team gehen wird.
Dann wünsche ich Euch beiden und Euren Damen ein erfolgreiches Gelingen und natürlich einen schönen Sommer. Vielen Dank für dieses Gespräch!
Staffeleinteilung der 3. Liga veröffenticht
Dolphins weiter in Staffel Ost OM
Der Spielausschuss der 3. Liga hat die vorläufige Staffeleinteilung bekannt gegeben. Der Rostocker HC spielt demnach weiter in der Staffel Ost die sich wie folgt zusammensetzt:
Rostocker HC
Buxtehuder SV II
SV Henstedt-Ulzburg
TSV Owschlag
TSV Travemünde
TSG Wismar
SV Brandenburg-West
SV GW Schwerin
Frankfurter HC II
MTV Altlandsberg
Berliner TSC
HC Salzland 06
SHV Oschatz
HC Leipzig II
Die neuen Vereine wurden bereits in der Übersichtskarte eingezeichnet.
Cup der Landesmeister in Berlin
Ein Elternbericht Karsten Schwarz
Es war dann nur noch ein Rumpfkader, der am Freitagabend nach einigen weiteren Absagen für die Reise nach Berlin bereit war, es standen der C-Jugend des Rostocker HC für den Cup der Landesmeister mit 10 Mannschaften gerade einmal 8 Feldspielerinnen (incl. Antonia Fränk aus der D-Jugend, die nach den Spielen am Sonnabend nach Rostock düst, um dann mit ihrem Team am Sonntag ebenfalls Landesmeister zu werden, herzlichen Dank für solch einen Einsatz für den eigenen Verein) und zwei Torhüterinnen zur Verfügung.
Die Abfahrt erfolgte am Sonnabend, kurz nach 5 Uhr am Morgen. Somit ergab sich gleich die nächste Frage: Sind die Mädels wach für die Spiele?
Pünktlich war die Mannschaft vor Ort, ab ging es zur Erwärmung.
Der Start ins erste Spiel war gut, es war doch nicht zu früh. Gegen den VfL Stade wurde souverän gewonnen (30:19), ein Ergebnis, das Mut machte.
Das zweite Spiel war etwas anstrengender, auch weil sich die Schiedsrichter vom Randberliner Publikum beeinflussen ließen. Wirkliche Gefahr gab es aber nicht, gegen Motor Hennigsdorf gab es ein verdientes 25:23.
Das so langsam die Kräfte schwanden, merkte man der Mannschaft im dritten Spiel gegen ATSV Stockelsdorf an. Trotzdem, mit dem knappen 18:17 war der Einzug in das Halbfinale geschafft.
Der Start in das 4. Spiel gegen die JspG Halle/Magdeburg/Barleben war toll, die Mannschaft der Landesauswahl Sachsen-Anhalt musste trotz voller Bank mehrfach nachjustieren. Am Ende verloren unsere Mädchen dann trotzdem etwas zu hoch mit 21:33 gegen den späteren Turniersieger.
Nach dem anstrengenden Turniertag wurde dann das Quartier in einer Berliner Schule bezogen - nachdem man doch ein paar freie Räume gefunden und noch selbst schnell ein wenig den Besen geschwungen hat.
Noch schnell die Schlafgelegenheit aufbauen und ab ging es zum Stadtteilfest gleich in der Nähe. Somit gab es noch ein wenig Kultur und Teambildung, bevor es ins Bett ging.
Am Sonntag ging es dann mehr oder weniger ausgeschlafen zu den nächsten Spielen.
Im Halbfinale ging es gegen den Gruppensieger der anderen Gruppe, den VfL Lichtenrade.
Es war deutlich mehr Härte im Spiel als am Vortag, schließlich ging es um den Einzug ins Finale. Trotz des Minikaders schlugen sich die Mädchen wacker, unterlagen denkbar knapp mit 19:21.
Somit ging es in das Spiel um den dritten Platz. Die Mannschaft war hoch motiviert, wollte unbedingt mit aufs Treppchen. Über den Gegner, die SG Bergedorf, war nur bekannt, dass das zweite Halbfinale gegen die JspG Halle/Magdeburg/Barleben erst in der Verlängerung verloren wurde.
Aber die Mannschaft kam gut ins Spiel, ließ sich nicht beirren, gewann ohne nennenswerte Probleme souverän mit 26:20 und belegte in der Endabrechnung in einem ganz stark besetzten Turnier trotz des kleinen Kaders einen ausgezeichneten dritten Platz.
Fazit:
Die Mannschaft hat einen weiteren Schritt nach vorn gemacht. Eigen- und gegenseitige Motivation sowie die Umsetzung der Trainerorder werden immer besser umgesetzt. Die Verlässlichkeit in der Mannschaft sollte jedoch künftig gegeben sein - man kann nur als Team gewinnen.
Partneraktion mit Stadtwerke Rostock AG
Spenden für den RHC OM
Der Rostocker HC beteiligt sich an einer Partneraktion der Stadtwerke Rostock AG.
Für jeden online abgeschlossenen Strom- oder Erdgasvertrag bei der Stadtwerke Rostock AG erhalten wir als Verein 10 Euro Prämie. Doch das ist noch nicht alles. Auch privat reduzieren sich nachhaltig die Energiekosten, wenn man sich für OSTSEE-STROM und/oder ERDGAS entscheidest.
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Großer Kampf im letzten Spiel
Rostocker HC II - SV 63 Brandenburg-W 32:34 (11:16) Heike Puls
Nach der hohen Hinspielniederlage gegen den neuen Meister der Oberliga Ostsee-Spree, den SV 63 Brandenburg, gingen wir sicher nicht als Favorit in dieses Spiel, wollten aber doch gern zeigen, dass wir es besser können als beim 12-Tore-Klatsch in der Hinrunde. Das nackte Ergebnis nach 60 Minuten von 32:34 (11:16) lässt die Vermutung zu, dass uns dies gelungen ist. Allerdings erinnerte vieles in Halbzeit 1 an den Auftritt in der Havelstadt. Unkonzentrierte Abschlüsse, einfache Gegentore über den Kreis oder Rückraum, es sah nicht gut aus. Das Halbzeitergebnis von 11:16 war eher noch schmeichelhaft. In der 2. Halbzeit dann zeigte die Mannschaft in kämpferischer Hinsicht alles, was sie draufhat, und belohnte sich auch mit entsprechenden Torerfolgen. Immerhin 21:18 wurde dieser Spielabschnitt gewonnen. Dabei gelang es vom 14:20 (36. Minute) bis zum 27:28 (50. Minute), die Gäste echt zu fordern und in Bedrängnis zu bringen. Die Aufholjagd wurde am Ende nicht belohnt, auch, weil durch eine Undiszipliniertheit der Autorin zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt eine 2-Minuten-Strafe nicht zu verkraften war. Aber auch, weil Brandenburg in der Lage war, in den schwierigen Situationen den Kopf oben zu behalten. So gewannen sie am Ende in der Gesamtbetrachtung sowohl dieses Spiel als auch die Meisterschaft verdient. Herzlichen Glückwunsch dazu.
Für unsere Truppe geht nun eine "Ära" zu Ende. Vier erfolgreiche und schöne Jahre fanden mit der Verabschiedung von Norbert, Kaddi, Burni, Judith und Jenner ihren Abschluss. Dass dabei mit Platz 6 in diesem Jahr das Saisonziel (Platz 2-4) verfehlt wurde, was solls, hat ja eh keiner gegen mich gewettet... Zu den Gründen haben wir bereits alles besprochen, im Groben hat die Konstanz einfach gefehlt, personell und auch leistungsmäßig. Schönen Siegen gegen die Füchse und in Friedenau stehen unerwartete Niederlagen gegen den Absteiger Altlandsberg und bei den Preußen gegenüber. Da müssen wir selbstkritisch genug sein und das sind wir auch. Unter dem Strich stehen nach vier Jahren die erfreulichen Momente deutlich im Vordergrund. Die Entscheidung, dass Kapitel Ostsee-Spree zu beenden, ist sicher nicht leichtgefallen, aber das Zusammengehen mit der 1. Mannschaft in der 3. Liga ist die rein sachlich richtige. So besteht die Chance, Erfahrung und Jugend in aller Kompetenz zu bündeln und sowohl den Sponsoren als auch dem erfolgreichen Nachwuchs eine "Zielmannschaft" zu präsentieren, für die es sich lohnt, sich weiter zu engagieren.
Auf meine mehr oder weniger kompetente Berichterstattung muss dabei verzichtet werden, die 1. Mannschaft hat ihren eigenen "Schreiberling" (gelle Ulf?), und das ist auch gut so. So habe ich mehr Zeit, Entspannungsübungen zu machen, um in der neuen Saison weder eine gelbe Karte noch eine 2 Minuten Strafe auf der Bank zu kassieren. Wetten?
So spielte der Rostocker HC:
Stutz - Schümann (3), Moya, Schmidt (5), Birnbaum (1), Traub (1), v. d. Heyden (8/3), Wahl, Schultz (6), Ohse (3), Kluth (2), Rann (1), Wilcken (2)
Heute erhielt der Rostocker HC folgendes Glückwunschschreiben:
Rostock, den 06.05.2013
Hallo Ute (Lemmel), Bärbel (Kordt) und Brigit (Polkehn),
das ist doch einmal ein gutes Signal für alle, die am Handball in Rostock interessiert sind. Ein Dreierpack bei den Titeln im Land! Ihr habt damit ein Zeichen für die Garantie von Erfolg gesetzt, wenn Engagement, Begeisterung und Fachkompetenz stimmen. Dazu herzlichen Glückwunsch an Euch, die Betreuer und Helfer Eurer Teams. Mir scheint, Ihr habt unter den gegebenen, alles andere als optimalen Bedingungen für unseren Sport im politischen, sozialen, personellen und wirtschaftlichen Bereich, das Optimum des Machbaren erreicht. Für mittel- und langfristigen Erfolg bedarf es allerdings einiger Veränderungen in den genannten Bereichen. Ihr habt das Eure getan, nun sind andere Denkweisen in den Führungsgremien des Sports, der Politik, der Wirtschaft und Verwaltung gefragt.
Euch und Euren Mädels, sowie allen Mitstreitern nochmals meinen Glückwunsch und meine Anerkennung zu den Titeln!
Erneuter Landesmeistertitel für den Rostocker HC
D-Jugend mit überzeugender Leistung OM
Nach Brigit Polkehn mit der B-Jugend und Ute Lemmel mit der C-Jugend gewann auch Bärbel Kordt mit der 1. Mannschaft der D-Jugend den Landesmeistertitel. Damit gehen die drei wichtigsten Landesmeistertitel im weiblichen Nachwuchsbereich in diesem Jahr an den Rostocker HC.
Der Titel für die D-Jugend ist auch ein ganz persönlicher Erfolg für Bärbel Kordt. Die engagierte Trainerin kann mit ihrer Mannschaft in diesem Jahr den verdienten Lohn für ihre intensive Arbeit in den letzten Jahren für den RHC und für den leistungsorientierten Handballsport insgesamt einfahren.
Dabei überrascht nicht der Titelgewinn an sich, sondern insbesondere die Überlegenheit, mit der den Ostseestädterinnen der Erfolg gelang.
Neben Fortuna Neubrandenburg, Grün Weiß Schwerin, der TSG Wismar und dem Pasewalker HV hatten sich mit dem RHC I und dem RHC II gleich zwei Teams aus dem Verein für die Endrunde der Landesmeisterschaft in Toitenwinkel qualifiziert.
Für die Zweite des RHC lief dabei das Turnier etwas unglücklich. Zwar konnte gegen den Pasewalker HV nach der Auftaktniederlage gegen den RHC I (2:10) ein Unentschieden (5:5) eingefahren werden, aber alle anderen Spiele gingen verloren. Dabei waren die Niederlagen oft auch mit einer gehörigen Portion Pech verbunden, die jüngere Mannschaft des RHC stand zwar in der Deckung zumeist gut, Sarah Peters im Tor machte einen richtig tollen Job, aber im Angriff fehlte oft die Genauigkeit oder einfach das nötige Quäntchen Glück. Bezeichnend hierfür ist die knappe 8:9-Niederlage in der letzten Sekunde gegen die TSG Wismar, nachdem der RHC lange Zeit teilweise mit vier Toren geführt hat.
Die erste Vertretung des RHC spielte hingegen ein überlegenes Turnier. Bereits nach den vorangegangenen Tests in Führung liegend, Antonia Fränk wurde dabei als Testsiegerin aller Mannschaften geehrt, gewann das Team von Bärbel Kordt alle seine Spiele souverän.
So war dann die letzte Partie des Tages ein richtiges Finale, trafen doch die Gastgeberinnen auf die ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Mädchen aus der Landeshauptstadt.
Aber der RHC ließ zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel daran aufkommen, wer den Landesmeistertitel gewinnen wird, das 10:5 nach 15 Minuten war auch in dieser Höhe verdient. Wie im gesamten Turnierverlauf spielte das Team aus einer sicheren Abwehr schnell nach vorn, setzte den Gegner unter Druck oder schloss die Konter erfolgreich ab.
Der Jubel nach dem Titelgewinn schwappte von der Mannschaft auf die Eltern über. Nach einer großartigen Saison mit Bezirksmeistertitel, Bezirkspokalsieg und dem Landesmeistertitel als Krönung ließen sich Mannschaft und Trainerin zu Recht feiern.
Dass die 2. Mannschaft dabei gemeinsam mit dem RHC I jubelte zeigt, dass hier eine Mannschaft zusammen in zwei Teams aufgetreten ist.
Das Finale als Viedeo kann sich hier angesehen werden.
Das Aufgebot des Rostocker HC: RHC I:
Denise Schernau, Juliane Prüß, Elisabeth v. d. Ahe, Antonia Fränk, Alexandra Rohde, Charlotte Spitzner, Stine Spitzner, Swantje Hennigs, Nicole Rotfuß, Sarah Müller, Liza Johannisson
RHC II:
Josephine Krebs, Paula-Marie Köster, Marie Hamann, Clara Steiner, Nathalie Jakobs, Sophia Stockel, Frances Krüger, Hanna Strack, Sara Peters, Aileen Rosser, Anna Wolf,
Die Ergebnisse der RHC-Teams:
RHC I - RHC II 10:2
RHC I - Fortuna Neubrandenburg 11:5
RHC I - Pasewalker HV 11:5
RHC I - TSG Wismar 10:6
RHC I - GW Schwerin 10:5
RHC II - Pasewalker HV 5:5
RHC II - GW Schwerin 5:10
RHC II - Fortuna Neubrandenburg 2:9
RHC II - TSG Wismar 8:9
Abschlusstabelle:
1. Rostocker HC I 10:0
2. GW Schwerin 8:2
3. Fortuna Neubrandenburg 5:5
4. TSG Wismar 4:6
5. Pasewalker HV 2:8
6. Rostocker HC II 1:9